Wie funktioniert Neurofeedback?
Beim Neurofeedback werden Gehirnströme (EEG-Wellen) von einem Computer aufgezeichnet und analysiert. Hierzu werden Elektroden am Kopf befestigt. Dem Gehirn werden dabei keinerlei elektrische Impulse zugeführt, und es wird auch nichts in das Gehirn eingeführt. Auf dem Monitor werden lediglich Messungen der Hirnaktivität sichtbar gemacht. Der Anwender sieht auf dem Monitor verschiedene Animationen, die ihm positive Veränderungen seiner Hirnaktivität direkt sichtbar oder auch hörbar zurückmelden (Feedback). Durch diese Rückmeldungen bekommt das Gehirn zusätzliche Informationen und lernt unbewusst Zustände zu verändern.

 

Wem hilft Neurofeedback?

Die Methode eignet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Neurofeedback hilft, die Selbstregulation des Gehirns zu optimieren.
Bei bestimmten Erkrankungen, wie ADHS, Migräne oder Epilepsie u.a., sind bei den betreffenden Patienten Abweichungen der Erregungszustände messbar. Neurofeedback ist ein Verhaltenstraining des Gehirns mit dem Ziel der individuellen Optimierung der Selbstregulation. Diese kann zu einer dauerhaften Veränderung der Erregungszustände im Gehirn führen und hat in der Behandlung von AD(H)S, Epilepsie, Migräne und anderen Erkrankungen in zahlreichen Studien zu nachweisbaren und vor allem nachhaltigen Erfolgen geführt.

 

Eingesetzt wird Neurofeedback bei Kindern und Erwachsenen mit:


• AD(H)S

  • Schlaganfall

• Autismus
• Lernstörungen
• Schlafstörungen
• Migräne
• Tinnitus
• Depression

 

• Angststörungen

  • Tiefenentspannung und Meditation


Neurofeedback hilft nicht nur bei den erwähnten Erkrankungen, sondern wird seit Jahren eingesetzt, um Menschen, die unter besonderem Leistungsdruck stehen, zu einer optimierten, d.h. ausgewogenen Leistungsfähigkeit zu verhelfen. Somit ist eine Anwendung im präventiven Bereich ein durchaus sinnvoller Gedanke. Der Klient lernt, gezielt sowohl in die Entspannung als auch in die entspannte Aufmerksamkeit zu gehen.

Neurofeedback ist als Technik im Rahmen der Ergotherapie verordnungsfähig.

 

Auf dem Rezept muss – wie sonst auch – vermerkt sein:

„Sensomotorisch-perzeptive -Behandlung“ oder „psychisch-funktionelle Behandlung“.

Weiter Informationen unter www.adhs-feedback.de